Jeder hat sie mal – diese Morgende, an denen man aufwacht und einfach keine Lust hat.

Keine Lust aufzustehen, sich anzuziehen und zur Arbeit zu gehen.

So ein Tag, an dem die Motivation sich einfach nicht blicken lässt. An dem man nichts, aber auch gar nichts zustande bringt, weil man keine Aufgabe auch nur anfängt.

Obwohl ich meinen Traum lebe, habe ich solche Tage durchaus auch. Wer behauptet sie nie zu haben, der lügt. Punkt aus basta. Keiner ist immer 100%ig motiviert zu arbeiten.

Also was tun bei Motivationslosigkeit?

Vor allem wenn ich keinen Chef mehr im Nacken sitzen habe?

Ich kenne mich nach 31 Jahren in der Zwischenzeit gut genug um zu wissen, dass Langeweile für mich der absolute Killer ist. Ich brauche Abwechslung. Leider in allem was ich tue; ob im Sport, in der Freizeit, mit Essen, meiner Routine, oder eben bei der Arbeit.

Generell bin ich ein Verfechter von Routine. Es gibt Dinge, die ich tun muss, um überhaupt in „Arbeitsstimmung“ zu kommen:

  1. Anziehen. Es müssen keine Bluse, Anzughose und Pumps sein, aber ich muss raus aus dem Pyjama.
  2. Spotify oder Netflix einschalten. Absolute Ruhe mag ich nur beim Meditieren oder Schlafen. Ich weiß, es heißt man ist durch Musik oder ständiges Geplapper leichter abgelenkt. Aber ich kann mich besser konzentrieren wenn ich einen niedrigen aber regelmäßigen Geräuschpegel um mich habe. Das kommt eventuell aus meinen mehr als 5 Jahren Arbeit in Großraumbüros.Daher schalte ich meist schon zum Frühstück entweder meinen eigenen Spotify-Mix, oder eine mir bekannte TV-Serie ein. Ihr wollt nicht wissen, wie oft ich schon alle Staffeln Gilmore Girls oder How I Met Your Mother durch geschaut habe…
  3. Eine Kanne Tee machen. Wenn ich ständig aufstehen müsste, um mir etwas zu Trinken aus der Küche zu holen, würde ich entweder verdursten oder zu gar nichts mehr kommen.Ich versuche, meine 3 Liter am Tag zu trinken. Das geht nur, wenn ich mir gleich morgens die erste Kanne aufbrühe, die ich dann immer neben mir stehen hab – egal wo ich an diesem Tag mein Arbeitslager aufschlage.

Mein persönliches Motto lautet: Routine ist gut, Abwechslung ist besser. Die morgendliche Routine hilft mir, mich mental und meist unterbewusst auf das Arbeiten vorzubereiten.

Aber was, wenn die Motivation trotzdem ausbleibt und ich dann angezogen mit meiner Kann Tee und dem überschnellen Geplapper der Gilmore Girls im Hintergrund vor dem Rechner sitze, und einfach nicht reinkomme?

In den Fällen habe ich auch so meine Tricks…

  1. Ortswechsel durchführen. Wie gesagt, ich brauche Abwechslung. Jeden Tag den gleichen Schreibtisch, mit der gleichen Aussicht, vermiest mir den Spaß. Je nach Stimmung sitze ich mal am Esstisch, mal am Schreibtisch, mal auf der Couch oder dem Balkon.Mindestens einmal in der Woche schnappe ich sogar meinen Laptop und setze mich mit anderen, von zu Hause arbeitenden Freundinnen in meine Stammkneipe.
  2. Minimieren. Die Motivation kommt nicht schneller wieder, wenn ich eine riesengroße Liste an Aufgaben zu bewältigen habe. An absolut motivationslosen Tagen suche ich mir daher die drei wichtigsten Aufgaben auf meiner heutigen To-Do Liste heraus. Ich nehme mir vor, nur diese heute zu erledigen. Drei kleine Aufgaben. Mehr nicht.Oft habe ich diese Vormittags schon erledigt – und siehe da, meine Motivation mir noch eine oder zwei für den Nachmittag herauszusuchen ist gestiegen.Selbst wenn nicht: mit dieser Methode habe ich immerhin drei Aufgaben mehr bewältigt, als ich sonst wahrscheinlich vor lauter Überwältigung geschafft hätte.
  3. Kreativ sein. Oft hilft es, wenn ich mit kreativen Aufgaben anfange. In meinem Fall haben die meist etwas mit Schreiben zu tun. Blog Posts, Kurseinheiten, Internetartikel. Sowohl für Kunden als auch für mein eigenes Business.Kreative Aufgaben sind abwechslungsreich und motivierend. Wenn ich etwas Kreatives abschließe, habe ich das Gefühl schon einiges vollbracht zu haben – auch wenn es eigentlich nur eine Kleinigkeit war.Aber Erfolgserlebnisse sind ja die besten Motivatoren.
  4. Meet For Lunch. Von zu Hause Arbeiten bedeutet, jeden Tag den ganzen Tag alleine herumzusitzen. Zumindest für mich, die keine Kinder oder Haustiere hat. Ich versuche immer, abends etwas zu unternehmen. Tagsüber kann es trotzdem vorkommen, dass ich mich einem Inselkoller annähere.Von zu Hause Arbeiten bedeutet auch, jeden Tag jede Mahlzeit für sich selbst zuzubereiten. Das hat zwei Folgen: man hat auch in der Mittagspause niemanden zum Reden, und die eigenen Kochkünste fangen an, sich nach spätestens einem Monat zu wiederholen. (Bei mir sind es eher alle 14 Tage…)Ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe, in dem ich mich mit einer auch von zu Hause arbeitenden Freundin einmal die Woche zum Lunch treffe. Einige Restauraunts in der Gegend bieten gute aber günstige Mittagstische an. Davon bin ich in der Zwischenzeit ein großer Fan geworden.
  5. Raus. Wenn alle Stricke reißen und ich meine Motivation selbst unter dem Mikroskop nicht finden kann, dann schalte ich den Rechner aus und gehe raus. In den Park, Sport machen, Einkaufen oder Bummeln gehen. Einfach raus aus der Bude, raus aus dem Alltag, raus aus den ewig kreisenden Gedanken in meinem Kopf.Solche Pausen helfen mir am Besten um neue Energie zu tanken. Dass die Motivation damit wiederkommt ist nicht immer 100% gegeben, aber dann war ich zumindest schon an der frischen Luft, hatte etwas Bewegung und saß nicht stundenlang frustriert vor dem Arbeitsberg, der durch meine Inaktivität ja auch nicht kleiner wird.

Wie immer erzähle ich hier nur von meinen persönlichen Erfahrungen – ob sie oder was für dich funktioniert musst du selbst rausfinden. Aber ich würde gerne davon hören. Erzähle mir von deinen eigenen Motivationstipps in den Comments!

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