Ja, die Möglichkeit vom Balkon aus zu arbeiten ist ein riiiiieeeesen Pluspunkt für das selbstständige Geld verdienen von zu Hause.

Aber wie alles auf dieser Welt hat auch die Selbstständigkeit ihre Schattenseiten. Eine davon durfte ich Mitte August kennen lernen, als ich aus meinem wunderschönen Urlaub aus Malta zurückkam:

Das Finanzamt hatte mir kurzerhand knapp 8.000€ vom neuen Geschäftskonto abgezogen.

*Schluck.*

Aber vielleicht von vorne.

Im Februar 2016 hatte ich mein neues, nebenberufliches Gewerbe angemeldet. Da ich damals noch nicht davon ausging, in diesem Jahr noch meinen Job zu kündigen und Vollzeit in die Selbstständigkeit durchzustarten, meldete ich einen geschätzten Gewinn von 8.000€ im Jahr 2016.

Ich wiederhole: im Jahr!

Im gesamten Jahr 2016, von Februar bis Ende Dezember.

Nun gingen einige Monate ins Land in denen ich hart arbeitete, sowohl als Angestellte als auch Selbstständige. Ich gab auch meine Umsatzsteuervoranmeldungen ans Finanzamt ab; meine ersten für Februar – April erst im Mai, da die Anmeldung beim Finanzamt sich so lange hinzog, und mir deshalb die nachträgliche, verspätetet Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung erlaubt wurde.

Leider machte ich dabei ein paar Fehler beim Ausfüllen des Elster-Formulars. Yep, das geht voll auf meine Kappe. Mit einem falsch ausgefüllten Formular könnte selbst Bill Gates nichts anfangen. Da konnte das liebe Finanzamt nichts dafür.

Allerdings wusste ich davon zunächst lange nichts. Der erste Brief mit dem Hinweis vom Finanzamt, meine Umsatzsteuervoranmeldung doch bitte korrigiert nochmal abzugeben, kam in der ersten Augustwoche – während ich im Urlaub war.

Eine Woche (!) später kam schon der nächste Brief. In dem stand, dass das Finanzamt aufgrund meiner bisher nicht korrekt erfolgten Abgabe meiner Voranmeldung meine bisher erwirtschaftete Umsatzsteuer geschätzt werden müsse – was auf Basis meiner Anmeldung vom Feburar bei einem Gewinn von 8.000€/Monat geschehen würde.

Findest du den Fehler?

8.000€/Monat.

Nicht im Jahr. Im Monat. 

*kranklach*

So würde bestimmt jeder gerne nebenberuflich in die Selbstständigkeit starten.

Letztendlich zog mir das Finanzamt für die Monate Februar bis Juni – auf Basis meines angeblich geschätzten monatlichen Gewinns von 8.000€/Monat – jeweils vom Finanzamt geschätzte ca. 1.500€ für Umsatzsteuer von meinem Konto ab.

Während ich im Urlaub war.

Yep.

Schöne Überraschung.

Zugutehalten muss ich dem Finanzamt, dass sie sehr freundlich und zuvorkommend waren, und das Problem schnell im Einverständnis aller geklärt werden konnte. Nach korrigierter Abgabe meiner Umsatzsteuervoranmeldungen wurde mir das Geld auch bald rücküberwiesen – inklusive der Verspätungszuschlag, der ursprünglich für meine zu späte Abgabe direkt mit abgezogen wurde.

Was du daraus lernen kannst?

  1. Informiere dich bestmöglich darüber, was, wann, wie und wie viel du an das Finanzamt abzugeben hast. Lieber erst keine Fehler machen, als sie hinterher ausbügeln zu müssen. Empfehlen kann ich hierzu – neben dem offensichtlichen Steuerberater – das Buch Freiberufler Fit fürs Finanzamt von Constanze Elter.
  2. Fehler kommen trotz aller Vorbereitung vor, auf beiden Seiten. Wenn mal etwas sein sollte kann ich nur folgenden Rat geben: keine Panik! Bleib ruhig. Telefoniere mit deinem Ansprechpartner, und bleibe dabei immer professionell. Sobald die Leute merken, dass du sie nicht persönlich für den Fehler veranwortlich machst, und dass du umgänglich bist und das Problem einfach nur gemeinsam lösen möchtest, helfen sie dir meist sehr gerne aus.

Welche Erfahrungen, sowohl gute als nicht so gute, hast du mit dem Finanzamt machen dürfen? Wovor hast du Angst, es falsch zu machen? Erzähl mir davon in den Comments.

Und wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie du als virtuelle/r Assistent/in in deine freiberufliche Existenz durchstarten kannst, lade dir hier meinen kostenlosen Leitfaden zu den Basics der virtuellen Assistenz herunter.

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