Freiberuflichkeit

Was Du Tun Musst Bevor Du Als Freiberuflicher Texter Geld Verdienen Kannst

0d9713a6e0Du hast nun also beschlossen, dich als freiberuflicher Werbetexter selbstständig zu machen. Du hast Spaß am Schreiben, möchtest den Beruf dahin gehend wechseln und von zu Hause aus arbeiten. Hut ab vor deinem Mut! Wenn du dich ins Zeug legst, kannst du es auf jeden Fall schaffen.

Die Entscheidung ist gefallen – doch wie geht es nun weiter?

Was musst du wo anmelden? Musst du deinen Arbeitgeber über deine Nebentätigkeit informieren? Welches ist die richtige Form der Selbstständigkeit für Texter? Gibt es Fördergelder? Wie steht’s mit Versicherungen?

1. Erlaubnis des Arbeitgebers

Wenn du zunächst nebenberuflich als freiberuflicher Texter einsteigen möchtest, ist es im ersten Schritt ganz wichtig und unumgänglich, die schriftliche Erlaubnis deines Arbeitgebers einzuholen bevor du deinen ersten Cent als Texter verdienst. Auf Karrierebibel.de findest du eine Gratis-Vorlage, sollte deiner Firma keine solche vorliegen.

Sollte dein Arbeitgeber herausfinden, dass du den Nebenjob ohne seine Erlaubnis bestreitest, oder schon länger damit Geld verdienst, hat er einen einfachen und rechtsgültigen Grund für eine Kündigung.

In den meisten Fällen muss dein Arbeitgeber dir die Nebentätigkeit erlauben, sofern sie nicht deine Arbeit für ihn in irgendeiner Weise einschränkt, oder du ihm damit Konkurrenz machst. Ausführlichere Informationen findest du hier.

Dies bedeutet nicht, dass du nicht schon damit anfangen kannst, Textmuster zu sammeln, eine Webseite zu erstellen und mögliche Kunden anzuschreiben (solange du dies in deiner Freizeit tust). Aber warte mit dem eigentlichen Geld verdienen, bis du die Erlaubnis von deinem Arbeitgeber schriftlich vorliegen hast.

2. Unternehmen Anmelden

Als nächstes meldest du dein Unternehmen bei deinem zuständigen Rathaus an. Auf den Webseiten der meisten Rathäuser kannst du heutzutage die notwendigen Formulare herunterladen.

Das Gewerbeanmeldungsformular ist schnell online ausgefüllt, und kann auch online abgeschickt werden. Eine gedruckte und unterschriebene Version muss allerdings noch an das Bürgeramt nachgesendet werden.

Das Bürgeramt leitet Ihre Gewerbeanmeldung auch automatisch an das zuständige Finanzamt weiter. Dieses sendet Ihnen nach meist zwei bis drei Wochen ein weiteres, größeres Formular zum Ausfüllen und Zurücksenden. Bei der Ausfüllung dieses Formulars kann ich nur raten, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen. Wie und mit welchen Formulierungen das Schreiben ausgefüllt wird, kann einen großen Unterschied in den zu zahlenden Steuern ausmachen.

In diesem Fragebogen musst du nämlich unter anderem auch angeben, ob dein Unternehmen freiberuflicher oder gewerblicher Natur ist. Freiberufler gehören Katalog-, Tätigkeits- oder katalogähnlichen Berufen an. Die meisten schriftstellerischen Tätigkeiten fallen in den meisten Bezirken unter den Begriff der Freiberuflichkeit. Dies hat den Vorteil, dass keine Gewerbesteuer gezahlt und keine doppelte Buchführung (Bilanzierung) betrieben werden muss. Eine Einnahme-Überschuss-Rechnung reicht für den Freiberufler aus. Auch wird er nicht Zwangsmitglied der Industrie-und-Handelskammer (IHK).

Das letzte Wort, ob dein Unternehmen nun allerdings freiberuflicher oder gewerblicher Natur ist, hat das zuständige Finanzamt. Der Steuerberater kann dir aber helfen, die richtige Formulierung zu finden, um das Amt von deiner Freiberuflichkeit zu überzeugen.

Es ist übrigens viel einfacher, vom freiberuflichen in den gewerblichen Status umzusatteln als umgekehrt. Daher ist die freiberufliche Schiene auf jeden Fall immer einen Versuch wert. Wie gesagt, als Texter fällt man in den meisten Fällen dort hinein.

Du musst in diesem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung außerdem eine Schätzung deiner Einnahmen für das laufende Geschäftsjahr eintragen – auch nicht einfach, wenn man ganz am Anfang steht. Auf der Basis dieser Zahl werden deiner Steuern für das Jahr vorausgerechnet. Aber keine Sorge – deine Schätzung ist nicht in Stein gemeißelt! Wenn du nach einigen Monaten merkst, dass du einiges darunter oder darüber liegst, kannst du das auch nachträglich dem Finanzamt melden. Auch hier kann dein Steuerberater unterstützen.

Wenn du von weniger als oder höchstens 17.500 €/Jahr an Einnahmen ausgehst, könnte außerdem die Kleinunternehmerregelung interessant für dich sein. Als Kleinunternehmer musst du nämlich keine Umsatzsteuer bezahlen. Dein Steuerberater kann dir auch bei dieser Festlegung – und den vielen weiteren die im Laufe des Ausfüllens des Formulars des Finanzamts aufkommen – unterstützen.

Nach der Anmeldung erhältst du vom Finanzamt deine Steuernummer, die du auf deinen Rechnungen angeben musst. Damit kannst du nun mit dem eigentlichen Geld verdienen anfangen.

3. Was Du Tun Kannst Bis Du Offiziell Geld Verdienen Darfst

Bevor du also Geld mit dem Texten verdienen kannst, musst du die Erlaubnis deines Arbeitgebers einholen, und dein Unternehmen beim Finanzamt anmelden um eine Steuernummer zu erhalten. Das heißt aber nicht, dass du bis dahin nicht schon mit anderen Dingen zur Vorbereitung loslegen kannst. Auf diese werde ich im nächsten Beitrag näher eingehen.


Was sind deine Erfahrungen mit dem Finanzamt? Hast du Tipps oder Tricks zur Anmeldung deines Unternehmens? Erzähle uns davon in den Comments. 

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